Die Spitzensportreform – ein Drama in … Akten – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 11)

Zurzeit rücken die Protagonisten De Maiziere und Hörmann wieder in das Rampenlicht des Dramas „Spitzensportreform 2017“. Nahezu alle Informationen werden durch „Monologe“ der involvierten Personen an die Zuschauer (Öffentlichkeit) vermittelt. Ist das Ganze eine Komödie oder eher eine Tragödie? Vieles deutet zurzeit auf letzteres hin. Befindet sich die aktuelle Diskussion bzw. das Drama bereits an der Peripetie (Wende- oder Höhepunkt) oder steht diese noch bevor.

Aktuell wird wieder ausgiebig über die Spitzensportreform diskutiert. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), das Bundesinnenministerium (BMI) und die Verbände sind sich uneinig wann mit der Finanzierung der Spitzensportreform begonnen werden soll. Die beiden Initiatoren und Verfechter der aktuellen Spitzensportreform, der Dachverband DOSB und das Ministerium des Inneren, entfernen sich dabei immer mehr voneinander; inwieweit war dieses Verhältnis in der Vergangenheit überhaupt durch Vertrauen und Kommunikation geprägt oder standen und stehen vielmehr eigene Interessen im Vordergrund? Die Spitzensportreform war von Anfang an in der Kritik. So forderten Innenminister De Maiziere und DOSB Präsident Hörmann immer wieder mehr Transparenz und Offenheit, jedoch zeigen die aktuellen Diskussionen, dass es besonders den eigenen Institutionen an diesen Eigenschaften mangelt. Die fehlende Transparenz scheint die Spitzensportreform und die betroffenen Verbände besonders zu belasten. Viele Verbände wissen nicht, wie es nächstes Jahr weitergehen soll.

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Doping in der NBA und die Paralellen zum europäischen Fußball – Folge 3 – Die Funktion der Medien

Die NBA ist ein Milliarden-Dollar-Geschäft. Sport-, Marketing- und Rundfunkorganisationen haben Sportarten wie Basketball ausschließlich für geschäftliche Zwecke ausgebaut. Die NBA dient zudem vielen europäischen Fußballligen als Vorbild für Sportvermarktung. Dabei sind die Zuschauer in Sportangelegenheiten zu den letzten, endgültigen Schiedsrichtern geworden (vgl. Stokvis, 2003).

„In dieser zentralen Position kommt den Konsumenten des Mediensports als Zielgruppe eine Doppelfunktion zu. Für die Medien bildet ihr Interesse quasi die Geschäftsgrundlage für die Kalkulation der Werbeeinnahmen, wodurch sie über Erfolg und Misserfolg des publizistischen Produkts entscheiden“ (Schauerte, 2007, 21).

Ziel ist es in erster Linie, das Publikum zu amüsieren. Der Spitzensport hat heutzutage einen enorm hohen Unterhaltungswert in der Gesellschaft. Er wird durch eine immense Spezialisierung und Professionalisierung geprägt und mutiert zudem zu einer modernen Zirkusgala bzw. zu einem neuartigen Gladiatorenkampf. Es stellt sich die Frage ob „der Sieg/ die Niederlage“ noch den binären binären Codes des Spitzensports darstellt, oder  die Unterhaltung bzw. das Entertainment den Spitzensport bereits gekidnappt hat?
Einerseits würden skandalöse Enthüllungen bzgl. des Dopings das Sportgeschäft negativ beeinflussen und Einnahmen einbrechen lassen. Idole fangen an zu menschlich in ihrer Erscheinung zu wirken und die Leidenschaft der Fans würde dahinschwinden. Andererseits interessieren sich viele Fans nicht für den Missbrauch von Dopingmitteln. Sie wollen das zur Schaustellen der Muskelprotze genießen und reagieren verärgert über diejenigen, die Doping bekämpfen:

„Moreover, it could be argued that if substancial inroads are made regarding the epidemic of doping, fans may express ander towards those fighting drug use, rather than appreciation“ (Yesalis, 2005, 3).

Viele Zuschauer sehen den sportlichen Wettbewerb als Ausweg aus ihren alltäglichen Problemen und wollen nicht mit der Moral und ethischen Fragestellungen hinsichtlich des Dopings konfrontiert werden.

Der Fall McGwire in der MLB zeigt dies auf einzigartige Art und Weise:

“The media coverage of the McGwire story was only the latest evidence of our society’s basically tolerant attitude toward doping people in various ways” (Yesalis 2005, 18).

Home runs und Rekorde standen im Vordergrund, alles andere war zweitrangig.

 

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