Hoffnungslos verstrickt? Der Teufelskreis des deutschen Spitzensports

Der Teufelskreis des deutschen Spitzensports

Die gegenwärtige Lage des deutschen Spitzensports gibt Anlass zu einer erneuten Diskussion über die Formen der Spitzensportförderung. Das Abschneiden der deutschen Olympiamannschaft in Paris erfordert eine Analyse der unbefriedigenden Entwicklung, um etwaige Maßnahmen zur Verbesserung ableiten zu können. Dies kann nur über eine ehrliche Bestandsaufnahme geschehen, was für den deutschen Spitzensport eine Herausforderung darstellt.
Die Erfolgsquote der deutschen Olympiamannschaft ist in den vergangenen Jahrzehnten fortlaufend gesunken, wobei Deutschland diejenige westliche Industrienation ist, die in den vergangenen Jahrzehnten die geringste Anzahl an Medaillen bei Olympischen Spielen gewonnen hat. Obgleich die Anzahl der Wettbewerber*innen weltweit zugenommen hat, muss konstatiert werden, dass ein maßgeblicher Konkurrent hinsichtlich potenzieller Medaillen, Russland, aufgrund seines Angriffskriegs gegen die Ukraine nur mit einer geringen Anzahl an Athlet*innen in Paris vertreten war. Die Chancen auf Medaillenplätze waren so vor Paris gestiegen, das Abschneiden erbrachte das schlechteste Ergebnis seit Barcelona 1992, vorausgesetzt der einzige Parameter ist Medaillen. Doch ist der Medaillenspiegel als eine Art von Erfolgsanalyse geeignet? Ein Vergleich mit dem Ergebnis in Barcelona erscheint wenig zielführend, da ein Teil der guten Leistungen der Bundesrepublik noch auf das DDR-Staatsdoping zurückzuführen waren.

Jährlich werden beträchtliche Summen in den Spitzensport investiert. Neben den über 300 Millionen Euro Bundesmitteln fließen weitere Mittel der Bundeswehr, der Polizei und des Zolls sowie direkte Zahlungen der Länder in den deutschen Spitzensport, so dass von einer Unterfinanzierung des Leistungssports keine Rede sein kann. Allerdings besteht gesellschaftlich ein Konsens darüber, die finanzielle Wertschätzung der Athletinnen über Prämien für Medaillengewinnerinnen zu erhöhen und steuerliche Erleichterungen für Spitzensportlerinnen zu schaffen. Eine Ursache für die fehlende Erfolgsentwicklung sind Effizienz- und Bürokratieprobleme, offensichtlich typisch deutsche Phänomene. Ein System, das eine angemessene Förderung leisten und Missbrauch und Korruption verhindern will und soll, entwickelt sich zu einem Bürokratie- und Ineffizienzmonster. Zudem führen unnötige Scheindebatten zu möglichen Einstellungsproblemen der heutigen Athletinnengeneration nicht weiter. Es ist ein Trugschluss, auch vieler Expert*innen, dass Leistung auf Zwang oder Leid basieren muss. Vielmehr kann Leistung durch Spaß am Training und auf einer angemessenen und gesunden Leidensfähigkeit basieren. Aktuelle Erfolge deutscher Sportler*innen in verschiedenen Disziplinen verdeutlichen, wie überflüssig eine Debatte um die Einstellung von Nachwuchssportler*innen ist.

Des Weiteren ist zu konstatieren, dass ein signifikanter Anteil der Athlet*innen die duale Karriere, unabhängig von ihrer konkreten Ausgestaltung, als intellektuelle Bereicherung und nicht als Belastung empfindet. Die Frage, warum diese Form der Spitzensportkarriere (besonders Spitzensport und Studium) seitens des Staates nicht wie durch die Sporthilfe intensiver gefördert wird, bleibt seit Jahrzehnten unbeantwortet und erscheint schleierhaft. Universitäten könnten ausgeschriebene Fördermittel für Nachwuchsleistungssportler*innen unmittelbar beantragen und Stipendien an Leistungssportler*innen vergeben. Inzwischen ist es Hochschulen möglich, auf unterschiedliche Lebensmodelle ihrer Studierenden flexibel einzugehen. Diese Möglichkeit wird seitens der Entscheidungsträgerinnen jedoch unzureichend genutzt. Einen universell erfolgreichen Ansatz gibt es nicht, doch die quasi “Planwirtschaft” des deutschen Spitzensports behindert seit Jahrzehnten den eigenen Erfolg und ist mit ein Grund für die signifikante Ineffizienz. Bereits im Jugendalter werden die Nachwuchsathlet*innen in ein System gepresst, das eine vorgegebene Biografie fördert, anstatt Individualität zuzulassen, selbst dann, wenn die Athlet*innen nicht Teil des aktuellen Systems sein wollen. Die, die sich dem System anpassen. erhalten die beste finanzielle Förderung. Alle anderen müssen zurückstecken bzw. die Karriere in einem größeren Ausmaß selbst finanzieren. Folglich ist im Jugendalter der Besuch der Eliteschulen des Sports vorgesehen, anschließend der gewünschte Weg über die Bundeswehr, die Polizei und den Zoll. Diese Strukturen resultieren in einer signifikanten Anzahl von Drop-outs unter Nachwuchsathlet*innen beim Übergang von Schule zum Studium, was insbesondere bei Athlet*innen zu beobachten ist, die alternative Biografien präferieren (Auch der Breitensport verliert in diesem Alter eine erhebliche Anzahl an Mitgliedern). Genau für die Athlet*innen, die sich nicht ins System hineinzwängen lassen möchten, bedarf es neben einer generellen Zentralisierung Insellösungen, die individuelle duale Karrieren in einem gewünschten Umfeld von Trainer*innen, Betreuer*innen und Ausbildern/ Dozenten ermöglichen. In diesen Fällen erscheint eine direkte, servicegebundene Förderung sinnvoll.
Unterschiedliche Ansätze und Biografien sollten auch Sportler*innen mit divergenten Bedürfnissen ermöglichen, unterschiedliche Wege einzuschlagen, um letztendlich zu sportlichem Erfolg zu gelangen. Die Annahme, dass eine dezentrale Förderung keine positiven Effekte hervorbringt, ist ein Irrtum. Wichtig ist die Bereitstellung von Alternativen für die Sportler*innen. Dies impliziert, dass die betreffenden Athletinnen in ihrer vertrauten Umgebung weiter trainieren können und nicht dazu gezwungen werden, an das Leistungszentrum der Wahl des Verbandes überzuwechseln. Warum sollen bereits erfolgreiche Sportler*innen, die ein stimulierendes Umfeld gefunden haben, in dem sie sich wohlfühlen und in dem sie ihre Leistung steigern, aus diesem herausgezogen und an einen unbekannten Ort verfrachtet werden? Sicherlich sind auch Insellösungen wie die Zentralisierung kein Allheilmittel, aber sie sind Optionen.

Was für einen Leistungssport wollen wir als Gesellschaft?


Eine grundlegende Debatte zur Rolle des Breiten- und Spitzensports in der deutschen Gesellschaft ist auch für die Spitzensportreform erforderlich. Wofür soll der Sport stehen, welche Rolle soll er in der Gesellschaft einnehmen, welche Ziele soll er verfolgen und auf welche Weise sollen diese Ziele als Kollektiv erreicht werden? Und wie kann der Leistungssport sich in das auszudiskutierende Konstrukt integrieren?
Ohne eine Beantwortung dieser Fragen erscheinen erneute Reformdebatten zum deutschen Leistungssport im Rahmen einer Spitzensportreform 2.0 wenig zielführend.
Eine sinnvolle Verteilung von Fördermitteln wird nur dann möglich sein, wenn gesellschaftlich Einigkeit darüber besteht, wofür der Sport stehen soll. Diese Fragen sind nach wie vor unbeantwortet. Ein mit von Athleten Deutschland initiiertes Forschungsprojekt des BISP soll nun nach Jahren des Stillstands den gesellschaftlichen Nutzen des Spitzensports in Deutschland analysieren. Dazu wird im zweiten Teil, neben systematischen Übersichtsarbeiten (im ersten Teil), eine repräsentative Bevölkerungsbefragung durchgeführt, die die Wahrnehmung und Bedeutung des Spitzensports in der deutschen Gesellschaft bei Jugendlichen und Erwachsenen untersucht. So sollen fundierte wissenschaftliche Erkenntnisse für die öffentliche Debatte um die Spitzensportförderung bereitgestellt werden. Die Projektlaufzeit von 18 Monaten ist für eine Evaluation solcher Fragestellungen sehr ambitioniert und es besteht die Gefahr, dass die Ergebnisse nicht mehr in die aktuellen Diskussionen und Entscheidungen zum Spitzensport einfließen.
Ein weiteres Problem stellt die unzureichende Datengrundlage hinsichtlich der Spitzensportstrukturen dar. Es lässt sich konstatieren, dass sowohl Landesverbände, Verbände als auch der DOSB bisher kein wirkliches Interesse gezeigt haben, belastbare Daten zu erheben, welche Stützpunkte, Angebote und Serviceleistungen wie häufig und wo tatsächlich in Anspruch genommen werden. Dies ist ein schwerwiegender Fehler. Es wäre von großem Interesse, die Frequentierung der (Olympia-) Stützpunkte sowie die Inanspruchnahme der angebotenen Serviceleistungen zu ermitteln. Inwiefern werden die Angebote und Serviceleistungen von den Athlet*innen hinsichtlich ihrer Qualität bewertet? Welche Serviceleistungen sind erwünscht? Welche Strukturen werden präferiert? Diese Fragestellungen bleiben seit Jahrzehnten unbeantwortet.
Stattdessen äußern zahlreiche Akteure die Hoffnung das neue Sportfördergesetz könnte eine Lösung für die Probleme des deutschen Spitzensports sein. Obgleich der Wunsch nach einem Gesetz durchaus als sinnvoll und erfreulich zu werten und eine Verbesserung zu erhoffen ist, stehen die Vorzeichen für eine weitreichende Umsetzung der Inhalte des Gesetzes aufgrund der bisherigen Erfahrungen und fehlenden Datengrundlage eher schlecht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die grundlegenden Debatten zum Thema Sport bislang nicht geführt wurden (s.o.) und der Gesetzesentwurf keine belastbaren Daten mit einbezieht. Zudem fehlt dem Gesetzesentwurf eine echte Definition des Spitzensportlers, wie in anderen europäischen Ländern durchaus üblich (siehe z.B. Kroatien). Einmal mehr wird das bestehende System von Funktionären und Verbänden verteidigt, wobei Aspekte wie die besonders wichtige Nachwuchsförderung in den Arbeitsgruppen der Spitzensportreform 2.0 unzureichend ausgearbeitet werden.

Der Medaillenspiegel – Europäische Sportnationen im Vergleich – Paris 2024

Gegenwärtig wird erneut die Frage erörtert, auf welche Weise eine Veränderung der Strukturen Deutschland näher an Vorbildnationen wie Großbritannien, Frankreich oder die Niederlande heranführen könnte. Bei einem Vergleich mit diesen Nationen und einer Analyse der Länder anhand ihrer Einwohnerzahl sowie ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Bruttoinlandsprodukt) weist Deutschland eine negative Entwicklung auf. Sich von anderen Modellen inspirieren zu lassen ist nachvollziehbar, sollte in diesem Kontext die Frage berücksichtigen, welche Faktoren für den Erfolg dieser Länder maßgeblich sind.
Spitzensportliche Verhandlungen im Vereinigten Königreich sind durch eine besondere Härte gekennzeichnet. Dies trifft insbesondere auf Sportarten zu, die die in sie gesetzten Erwartungen hinsichtlich internationaler Erfolge bei Turnieren und den Olympischen Spielen nicht erfüllen. In diesen Fällen erfolgt eine Reduktion der Finanzierung auf ein Minimum, ein Prinzip der Aussortierung erfolgloser Sportarten als Relikt aus DDR-Zeiten. Sind die britischen Strukturen für den deutschen Spitzensport erstrebenswert? Eine Übertragung auf den deutschen Spitzensport erscheint wenig sinnvoll, zumal in Deutschland aufgrund des breitgefächerten Vereinssystems der Breitensport eine wichtige Rolle spielt, was die Förderung junger Talente einschließt. Eine vielseitige sportliche Ausbildung von Jugendlichen kann dazu beitragen, mehr Talente im gesamten Spitzensport zu integrieren. In Bezug auf das britische Spitzensportsystem ist zu beachten, dass der Verdacht groß ist, dass die Erfolge dieses Systems nicht ausschließlich auf legalen Mitteln basierten. Der französische Spitzensport hatte in den Monaten vor den Olympischen Spiele mit einem umfangreichen Missbrauchsskandal im eigenen System zu kämpfen. Die Aufarbeitung wurde durch ranghohe Politiker auf die Zeit nach den Spielen verschoben. Auch deshalb ist es schwierig, die Erfolge des französischen Teams korrekt einzuordnen.


Das niederländische Spitzensportsystem genießt international Vorbildcharakter, das Land gewinnt mit einer geringen Einwohnerzahl überproportional viele Gold- und Silbermedaillen und ist folglich besonders erfolgreich. Die effektive Nutzung der Potentiale der Athletinnen ist ein wesentlicher Faktor für diesen Erfolg. Die hohe Erfolgsquote mit einer effektiven Förderung wird mit auf ein produktives Leistungszentrum für den Leistungssport zurückgeführt, wobei die damit verbundene Zentralisierung als ein wichtiger Faktor betrachtet wird. Der Erfolg der niederländischen Sportlerinnen ist jedoch nicht nur auf die Zentralisierung zurückzuführen, sondern maßgeblich auch auf das Ermöglichen unterschiedlicher dualer Karrieren sowie dem Bereitstellen von angemessenen Fördersummen für Spitzensportlerinnen. Sie erhalten einen soliden Grundbetrag, der ihnen eine biografische Planungssicherheit verschafft.
Im Gegensatz zum deutschen Spitzensport, in dem eine soziale Absicherung in vielen Fällen nicht gewährleistet ist, erhalten die Sportlerinnen vor Ort deutlich höhere finanzielle Zuwendungen und auch die Möglichkeit, neben ihrer sportlichen Laufbahn ein Studium zu absolvieren. In Deutschland hingegen zeigt sich eine Inkompatibilität hinsichtlich dualer Karrieren, insbesondere durch die unzureichende finanzielle Unterstützung der dualen Karriere “Spitzensport und Studium”, die studentische Spitzensportlerinnen oft ausbremst. Die Annahme, dass Erfolge im Leistungssport ausschließlich durch eine Fokussierung auf den Sport selbst zu erreichen sind, ist im deutschen Spitzensportsystem nach wie vor weit verbreitet, wird aber auch seit Jahrzehnten kontrovers diskutiert, ohne dass bislang eine effektive Lösung gefunden worden wäre. Über eine stärkere Zentralisierung wird eine Effizienzsteigerung erhofft. Die internationalen Beispiele verdeutlichen, dass eine Zentralisierung in einigen Sportarten zwar einen positiven Effekt haben kann, jedoch ein entscheidende Faktor scheint eine direkte finanzielle Förderung („Spitzensportgeld“) von Spitzensportler*innen über einen längeren Zeitraum, der Planungssicherheit verspricht, zu sein. Die Beispiele Großbritanniens und der Niederlande demonstrieren, dass eine effektive und umfangreiche Förderung von Spitzensportler*innen nicht innerhalb einer Olympiade sondern über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren erforderlich ist, um nachhaltige Erfolge in der Weltspitze zu erzielen, denn nur eine Unterstützung über einen derart langen Zeitraum erzeugt eine signifikante Steigerung der Erfolgschancen für die jeweiligen Sportler*innen. Auch für den deutschen Spitzensport kann eine langfristige und umfangreiche Förderung, insbesondere die direkte Förderung über ein Spitzensportgeld (direkte Zahlung an die Sportler*innen, Geld, das sie zweckgebunden selbst investieren können), ein grundlegender Faktor für zukünftige Erfolge der deutschen Olympiamannschaft sein

Das deutsche System agiert seit Jahrzehnten träge, auch weil auf verschiedenen Ebenen finanzielle Mittel, die in den Spitzensport investiert werden, scheinbar verloren gehen. Die aktuelle Situation des deutschen Spitzensports ähnelt einem Teufelskreis. Die Prognose für die Zukunft ist wenig vielversprechend. Es ist bedauerlich, dass seit Jahrzehnten über die gleichen Punkte diskutiert wird, die Entlohnung der Trainer*innen (hochqualifizierte Trainer*innen werden oft schlecht bezahlt oder wandern ins Ausland ab), die finanzielle Unterstützung der Athlet*innen sowie die Effizienz des Fördersystems inklusive der Stützpunkte, ohne große Änderung an den Strukturen. In diesem Kontext erweist sich das föderalistische System als wenig vorteilhaft. Die einzelnen Bundesländer vertreten ihre eigenen Interessen, auch bezogen auf die Stützpunkte.
Der kränkelnde „Sportpatient“ wird so durch aktuell implementierte Reförmchen sowie die staatliche Förderung lediglich künstlich in seiner gegenwärtigen Form stabilisiert. Doch die einzelnen Maßnahmen führen keine signifikanten und systemischen Veränderungen herbei, die den bestehenden Reformstau nachhaltig abbauen. Verbände, Vereine sowie Funktionäre sind im deutschen Förderdschungel gefangen und kämpfen permanent um Fördermittel. Eine kritische Betrachtung der Förderstrukturen sowie eine Wahrnehmung externer Impulse als Chance für Veränderung findet selten statt. Das Problem ist nicht in einem Mangel an finanziellen Ressourcen oder Ideen für den Spitzensport zu verorten, sondern in einer ineffizienten Verwendung und fehlgesteuerten Verteilung dieser Mittel. In diesem Kontext ist hervorzuheben, dass ein Großteil der finanziellen Mittel in die Strukturen/Verbände investiert wird, während Trainer*innen und Athlet*innen in einem geringeren Maße von den Fördergeldern direkt profitieren. Eine Lösung für einen effizienteren Einsatz der finanziellen Ressourcen kann somit in zwei Hauptstränge unterteilt werden:

  1. Zum einen durch die direkte Auszahlung eines Spitzensportgeldes an die Athlet*innen (eine höhere Effektivität und Effizienz wird erreicht). Eine direkte Förderung der Athletinnen über ein Spitzensportgeld, Gutscheine und Stipendien an Universitäten kann eine sinnvolle Variante sein, damit die Athlet*innen über einen Teil der finanziellen Unterstützung selbst verfügen können.
  2. Zum anderen eine Budgetierung der Fördergelder in den Verbänden.

In der Konsequenz obliegt es dann den Athlet*innen und Verbänden, über die Verteilung der ihnen zugeteilten Gelder zu entscheiden. Dies umfasst z.B. für die Verbände die Verwendung der finanziellen Mittel für Trainingslager, Trainerpersonal sowie internationale Wettkämpfe. Eine Erhöhung der Investitionen in eine Top-Bundestrainer*in wäre eine mögliche Konsequenz, doch ist zu beachten, dass ein Verband sowohl in die Spitze als auch in die Breite fördert. Der Verband entscheidet über die Verteilung der ihm zugeteilten Gelder und er kann dann im Anschluss anhand seiner Entscheidungen gemessen werden.

Weitere Reformansätze zur Spitzensportreform 2.0 im Oktober 2024 auf http://www.derballluegtnicht.com

Folgt dem Blog auch auf social media

Bluesky

Bluesky

LinkedIn

Instagram

threads

Facebook

X / twitter

Frust über das System Sportdeutschland – 10 Artikel zur Spitzensportreform 2017

der ball lügt nicht zum nationalen und internationalen Spitzensport. Auch für http://www.derballluegtnicht.com waren die letzten Monate sehr spannend und mit hohen Klickzahlen verbunden, sodass auch in den nächsten Wochen weitere Analysen folgen werden. Die oft geklickte Serie „Frust über das System Sportdeutschland“ sollte zum Denken und Diskutieren anregen. Ein Spitzensport, der weiter in fester Hand der Funktionäre bleibt, wird diesen weiter schädigen. Hoffen wir auf Veränderungen. Hier nun die 10 Artikel zur Spitzensportreform 2017 (demnächst folgt Teil 11) und folgt dem blog auch auf facebook und twitter.

Folgt der ball lügt nicht auf facebook:
https://www.facebook.com/derballluegtnicht/
Folgt der ball lügt nicht auf twitter:
https://twitter.com/ballluegtnicht

Teil 10: Warum an der Unabhängigkeit der Athletenkommission kein Weg vorbeiführt. Link:https://derballluegtnicht.com/…/warum-an-der-unabhaengigke…/

Teil 9: Die Spitzensportförderung der Bundeswehr hat ausgedient – Warum die Worte Max Hartungs so wichtig sind. Link: https://derballluegtnicht.com/…/die-spitzensportfoerderung…/

Teil 8: Der Zwang zum Staatssport – Die Spitzensportförderung innerhalb der Bundeswehr im Fokus. Link: https://derballluegtnicht.com/…/der-zwang-zum-staatssport-…/

Teil 7:“ Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“ – Wie unabhängig sollte eine Athletenkommission sein? Frust über das System Sportdeutschland. Link:
https://derballluegtnicht.com/…/das-geheimnis-der-freiheit…/

Teil 6: Spitzensportförderung – Es könnte so einfach sein – Das Spitzensportgeld – Frust über das System Sportdeutschland. Link: https://derballluegtnicht.com/…/spitzensportfoerderung-es-…/

Teil 5 : Thema: Athletenfokussierung.Titel: Lieber Karriereende als weiterhin Spitzensport? – Um die es gehen sollte, geht es nicht! Link: https://derballluegtnicht.com/…/lieber-karriereende-als-we…/

Teil 4: Themen: Das Potentialanalysesystem PotAS und die Folgen bzw. Fragen, Link:
https://derballluegtnicht.com/…/die-potentialanalyse-potas…/

Teil 3: Themen= die Dokumente zur Leistungssportreform, Die duale Karriere und das Eckpunktepapier des DOSB, Die Aufgabe der Laufbahnberater, Bildung und Spitzensport – Der studentische Spitzensport, Die Profilquote – Die Vor- und Nachteile, Förderung durch die Bundeswehr. Link: https://derballluegtnicht.com/…/frust-ueber-das-system-spo…/

Teil 2: Themen: Vorraussichtliche Fördersummen 2017,Leistungssportreform – Was bis heute bekannt ist, Die duale Karriere und der DOSB/ adh. Link: https://derballluegtnicht.com/…/frust-ueber-das-system-spo…/

Teil 1: Themen=Ausbeute bei Olympia, die Athleten, das Strategiepapier, Die neuen Cluster 1-3, Kampf hinter den Kulissen. Link: https://derballluegtnicht.com/…/frust-ueber-das-system-spo…/

Der DOSB und seine Spitzensportreform: Weniger ist mehr? Link: https://derballluegtnicht.com/…/der-dosb-und-seine-spitzen…/

Warum an der Unabhängigkeit der Athletenkommission kein Weg vorbeiführt – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 10)

athlekom.jpg.png
Track and Field (@Steven Pisano)

„Unabhängigkeit im Denken ist das erste Kennzeichen der Freiheit. Ohne sie bleibst du ein Sklave der Umstände.“ (Swami Vivekânanda)

Steht der Athlet im Mittelpunkt der aktuellen Spitzensportreform? Die Aussagen der Athletensprecher im Sportausschuss am Mittwoch, dem 08.03.17 und die ersten Analyse der Reform auch auf dieser Internetseite lassen etwas anderes vermuten (siehe Frust über das System Sportdeutschland).

Die aktuellen Athletensprecher haben ein wichtiges Problem erkannt und verbalisieren es in der Öffentlichkeit: Es kann nicht sein, dass sechs Athleten, die selbst noch im Spitzensport aktiv sind, ehrenamtlich die Rechte der Athleten vertreten und verteidigen sollen. Zu sechst sollen sie national und international Verbänden/ Nationen die Stirn bieten und dies ohne jegliche Vorerfahrungen in diesem Bereich und finanzielle Mittel.

Verbände und Funktionäre, oft über Jahrzehnte Teil des Systems und gut vernetzt, können die aktiven Athletensprecher mit einfachen Mitteln wie mögliche Nominierungen oder auch finanzielle Unterstützungen unter Druck setzen (siehe Frust über das System Sportdeutschland Teil 7).

Weiterlesen „Warum an der Unabhängigkeit der Athletenkommission kein Weg vorbeiführt – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 10)“

Die Spitzensportförderung der Bundeswehr hat ausgedient – Warum Max Hartungs Worte so wichtig sind – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 9)

bwehr
Spitzensportförderung der Bundeswehr – Noch zeitgemäß oder ein Rohrkrepierer? (Foto: USArmy)

Die Förderung der Spitzensportler innerhalb der Bundeswehr besitzt innerhalb des DOSB bis heute Priorität und gilt im Dachverband als unangefochtene und effizienteste Form der Spitzensportförderung des Bundes. Zudem genießt diese Art der Förderung einen starken politischen und sportpolitischen Rückhalt. So sorgte das Interview des Athletensprechers Max Hartung in der vergangenen Woche für Aufruhr bei den Verbänden und Funktionären. Der neue Athletensprecher hatte die „Goldene Kuh“ des Dachverbandes diskreditiert und die seit Jahren bekannte Ineffizienz dieser Sportförderung öffentlich in einem Zeitungsinterview angesprochen.

Reaktion des Dachverbandes

Für die Funktionäre in Frankfurt war dies ein absolutes „No Go“. Beim Dachverband kam die Kritik des frisch gewählten Vorsitzenden der Athletenkommission nicht gut an, sodass sich der DOSB gezwungen sah, bereits wenig später eine Stellungnahme zu veröffentlichen und sich von den Aussagen Hartungs zu distanzieren. Der ehemalige Hochleistungssportler und Goldmedaillengewinner sowie heutiger Vizepräsident des DOSB Ole Bischof äußerte sich zu den Aussagen Hartungs, um die Wogen in der Öffentlichkeit zu glätten bzw. eine Diskussion im Keime zu ersticken. Die Stellungnahme im Wortlaut:

Weiterlesen „Die Spitzensportförderung der Bundeswehr hat ausgedient – Warum Max Hartungs Worte so wichtig sind – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 9)“

Frust über das System Sportdeutschland – Die Teile 1 bis 8 – In 2017 geht es weiter…

Weitere Teile zur Spitzensportreform 2016/2017:

Teil 8: Der Zwang zum Staatssport – Die Spitzensportförderung innerhalb der Bundeswehr im Fokus. Link: https://derballluegtnicht.com/2016/12/23/der-zwang-zum-staatssport-frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-8/

Teil 7:“ Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“ – Wie unabhängig sollte eine Athletenkommission sein? Frust über das System Sportdeutschland (Teil 7) Link: https://derballluegtnicht.com/2016/12/01/das-geheimnis-der-freiheit-ist-der-mut-wie-unabhaengig-sollte-eine-athletenkommission-sein-frust-ueber-sportdeutschland-teil-7/

Teil 6: Spitzensportförderung – Es könnte so einfach sein – Das Spitzensportgeld – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 6) Link: https://derballluegtnicht.com/2016/10/29/spitzensportfoerderung-es-koennte-so-einfach-sein-frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-6/

Teil 5 : Thema: Athletenfokussierung.Titel: Lieber Karriereende als weiterhin Spitzensport? – Um die es gehen sollte, geht es nicht! Link: https://derballluegtnicht.com/2016/10/12/lieber-karriereende-als-weiterhin-spitzensport-um-die-es-gehen-sollte-geht-es-nicht-frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-5/

Teil 4: Themen: Das Potentialanalysesystem PotAS und die Folgen bzw. Fragen, Link: https://derballluegtnicht.com/2016/10/07/die-potentialanalyse-potas-und-die-folgen-bzw-fragen-frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-4/

Teil 3: Themen= die Dokumente zur Leistungssportreform, Die duale Karriere und das Eckpunktepapier des DOSB, Die Aufgabe der Laufbahnberater, Bildung und Spitzensport – Der studentische Spitzensport, Die Profilquote – Die Vor- und Nachteile, Förderung durch die Bundeswehr. Link: https://derballluegtnicht.com/2016/09/30/frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-3-das-eckpunktepapier/

Teil 2: Themen: Vorraussichtliche Fördersummen 2017,Leistungssportreform – Was bis heute bekannt ist, Die duale Karriere und der DOSB/ adh. Link: https://derballluegtnicht.com/2016/09/25/frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-2/

Teil 1: Themen=Ausbeute bei Olympia, die Athleten, das Strategiepapier, Die neuen Cluster 1-3, Kampf hinter den Kulissen. Link: https://derballluegtnicht.com/2016/08/23/frust-ueber-das-system-sportdeutschland-teil-1/

Der DOSB und seine Spitzensportreform: Weniger ist mehr? Link: https://derballluegtnicht.com/2016/12/21/der-dosb-und-seine-spitzensportreform-weniger-ist-mehr/

Weitere Themen auf http://www.derballluegtnicht.com aus 2016:

         …

Foto (Quelle): https://www.flickr.com/photos/familymwr/28453220414/

Der Zwang zum Staatssport – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 8)

bundsw
Bundeswehrsoldaten (Foto: Andreas Cappell / modifiziert)

Kommentar: In dem folgenden Artikel geht es nicht darum, den Sportsoldaten in Misskredit zu bringen, sondern vielmehr strukturelle Schwächen dieser Fördermaßnahme aufzudecken. Auch geht es nicht darum, diese Fördermaßnahme in Gänze zu diskreditieren oder abzuschaffen. Vielmehr geht es darum, Fördersummen für den Spitzensport nach den tatsächlichen Berufsinteressen der Athleten zu verteilen. Es kann nicht davon ausgegangen werden, dass über 20% der Athleten Berufssoldaten werden möchten. Dieser Wunsch besteht in der Gesamtbevölkerung ebenfalls nicht. Sollte ein Athlet den Wunsch nach einer Karriere innerhalb der Bundeswehr haben, sollte er auch die Möglichkeit einer Berufsausbildung bei den Streitkräften erhalten, um somit auch nach der spitzensportlichen Karriere innerhalb der Bundeswehr arbeiten zu können.

Das Bundesministerium der Verteidigung erhält über 60 Millionen Euro für die Sportförderung der Bundeswehr, über die Hälfte werden exklusiv in die Spitzensportförderung investiert. Über ein Fünftel des aktuellen Gesamtetats für den Spitzensport in Deutschland ist somit für ca. 800 Athleten in der Bundeswehr. Die exklusiven Förderplätze werden durch den DOSB und das Streitkräfteamt in Relation zu den Förderkontingenten für olympische und nicht-olympische Spitzenverbände verteilt, dabei sind ca. 20 Millionen Euro der insgesamt über 30 Millionen Euro für Personalkosten der Spitzensportler vorgesehen (vgl. Bundesministerium des Inneren, 2011, Anlage 4).

Im Bundeswehrhaushalt wird die Fördersumme des Sports bzw. Spitzensports nicht explizit aufgeschlüsselt, was eine Effizienzüberprüfung auch nach der aktuellen Spitzensportreform unmöglich macht. Inoffiziell gehen Mitarbeiter jedoch von einer Gesamtsumme von bis zu 100 Millionen Euro im Jahr aus. Die Angaben der Bundeswehr belaufen sich auf rund 60 Millionen Euro. Diese Zahlen verdeutlichen die gute finanzielle Situation der Athleten während ihrer Karriere bei der Bundeswehr (vgl. Bendrich, 2015, 81).

Weiterlesen „Der Zwang zum Staatssport – Frust über das System Sportdeutschland (Teil 8)“

Der DOSB und seine Spitzensportreform – Weniger ist mehr?

tonyhiskett
Goldmedaillen der Olympischen Spiele in London 2012 (photo: Tony Hiskett)

Kurz vor der Veröffentlichung des Teil 8 (23.12.2016, hier auf http://www.derballluegtnicht.com) der Serie „Frust über das System Sportdeutschland“ zunächst ein kurzer Überblick über aktuelle Entwicklungen im deutschen Spitzensport. Die Serie „Frust über das System Sportdeutschland“ wird in den nächsten Wochen weitere Teilaspekte der Spitzensportreform analysieren.

Das Ansehen des internationalen Spitzensports verliert auch in den letzten Wochen des Jahres weiter an Wert. Trotz der internationalen Skandale des Jahres 2016 und der umfangreichen Dopingvergangenheit in West- und Ostdeutschland scheint die Goldmedaille beim Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) und dem Bundesministerium des Inneren weiterhin nicht an Anziehungskraft zu verlieren. Vielmehr werden durch die aktuellen Zielformulierungen nach mehr Medaillen vergleichbare dopingbehaftete internationale Systeme auch in Deutschland indirekt eingefordert. Der DOSB und das Bundesministerium des Inneren wollen den deutschen Spitzensport wieder international erfolgreich machen – mit einer Reform der Sportförderung, die Medaillen und den maximalen Erfolg in das Zentrum setzt. Doch bei den Sportlern herrscht Sorge und Ungewissheit. Viele Sportler haben Angst vor der Zukunft.

Von dieser Angst war jedoch auf der Mitgliederversammlung des DOSB weder etwas zu spüren noch zu hören. Vielmehr wurden am Freitagabend der Mitgliederversammlung jegliche Dissonanzen geglättet, sodass  bereits am Samstagmorgen die Einheit des organiserten Sportes abermals präsentiert werden konnte. Der Spitzensport (hinsichtlich seiner Verbände und Funtionäre)  stand  einmal mehr zusammen, um die Steuermillionen des Bundesministerium des Inneren zu erhalten. Die DOSB-Mitglieder haben die Spitzensportreform auf der 13. DOSB-Vollversammlung in Magdeburg mit überwältigender Zustimmung beschlossen. Für das umstrittene Konzept sprachen sich 433 der 439 anwesenden Mitglieder aus. Es gab lediglich fünf Enthaltungen sowie eine Gegenstimme durch die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG).

Abermals kam auch nach Ansicht der Deutschen Olympischen Gesellschaft und  des Präsidenten des Deutschen Behindertensportverbandes die Frage nach dem Wert des Sports innerhalb der Gesellschaft deutlich zu kurz. Eine einzige Gegestimme verdeutlicht den Ist-Zustand des organiserten Sports.

Weiterlesen „Der DOSB und seine Spitzensportreform – Weniger ist mehr?“

„Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“ – Wie unabhängig sollte eine Athletenkommission sein? Frust über Sportdeutschland (Teil 7)

olympic-rings-iron-ian-burt
Kette oder Ringe – Was ist der Olympische Gedanke?  (Photo: Ian Burt)

Eine Athletenvertretung, die ernstgenommen und auf Augenhöhe mit den Verbänden argumentieren möchte, muss vollständig unabhängig sein und sich die Worte Perikles’ zu Herzen nehmen. Aktuell setzen sich die Athletenvertreter zwar für eine Unabhängigkeit ein, aber mit dem Wissen, ein persönliches biographisches Risiko einzugehen, agieren sie vorsichtig. Die meisten Athleten sind traditionell Einzelkämpfer, verhalten sich aufgrund ihrer fehlenden Erfahrungen unmündig und zurückhaltend und werden nicht selten ausschließlich durch das System selbst beraten. Kritisches Denken kommt durch die gegebenen Machtstrukturen oft zu kurz. Zudem sind die Sportler in den aktuellen Strukturen des Systems sozialisiert und haben nur in diesem Rahmen Erfahrungen gesammelt. Sie wissen, dass jede Äußerung Auswirkungen auf die Förderung haben kann. Das Monopol der Verbände macht es einem Athleten unmöglich, sich unabhängig von einem Verband für sportliche Wettkämpfe zu qualifizieren. Kritische Athleten werden nach ihrer Karriere oft nicht für weitere Aufgaben im Spitzensport herangezogen. Zudem fehlen den Athletensprechern die nötigen zeitlichen und finanziellen Kapazitäten sowie die Legitimation einer echten Interessensvertretung, um dem DOSB die Stirn zu bieten.

Die Athleten bewegen sich in einem historisch gewachsenen System der Abhängigkeiten, das seine Athleten durch die Förderung über die Verbände hörig macht. Der Athlet wird durch die Fokussierung auf Medaillen weiter „entmündigt“. Sowohl national und international haben die Athleten bis heute keine eigene, unabhängige Stimme (keine Interessensvertretung bzw. international gibt es bereits Optionen, die sich jedoch bis heute auf Teilbereiche oder einzelne Sportarten beziehen). Sie werden durch das Monopol der Spitzenverbände klein gehalten und haben z.B. im DOSB hinsichtlich der Fragen der Vermarktung, die Athletinnen und   Athleten betreffen, lediglich Mitspracherecht, können z.B. während Olympia durch den Paragraphen 40 der olympischen Charta als Vertragsknechte bezeichnet werden, da sie lediglich für Unterkunft, Essen, Transport “entschädigt“ werden und parallel die Sponsoren ihres Dachverbandes präsentieren. Von den Einnahmen der Wettkämpfe erhalten sie nichts.

Weiterlesen „„Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut“ – Wie unabhängig sollte eine Athletenkommission sein? Frust über Sportdeutschland (Teil 7)“