Paris 2024 – Triumph oder Tragödie – Teil 1: Die Seine

Paris ist nicht nur wegen der Olympischen Spiele 2024 in den Schlagzeilen. Berichte über Ratten- und Taubenplagen scheinen aber der Stadt der Liebe nicht wirklich zu schaden, Paris mit seinem einzigartigen Charme ist weiterhin bei Touristen sehr beliebt. Zudem macht die Hauptstadt mit einer radikalen Verkehrswende in der Innenstadt von sich reden, der Radverkehr hat durch einschneidende Maßnahmen deutlich zugenommen. Nach der Corona-Pandemie erreichen die Besucherzahlen fast das Rekordniveau von 2019 (vgl. Statista, 2024). Und nun findet im Sommer 2024 das größte Sportereignis in der französischen Hauptstadt statt. Während der Spiele werden täglich 600.000 Besucher erwartet, was für Paris eine hohe Belastung bedeutet, da die Fläche der Innenstadt sehr begrenzt ist und die Menschen auf engem Raum zusammenkommen (London z.B. ist flächenmäßig 15-mal größer als Paris) (vgl. Wüpper, 2014).   

Dies hat nicht nur große Auswirkungen auf die Bewohner der Hauptstadt, sondern auch auf die Infrastruktur. Paris bereitet sich intensiv auf die Olympischen Spiele vor, mit Abkehr von üblichen Traditionen. Zum ersten Mal werden bei den Olympischen Spielen gleich viele Frauen und Männer teilnehmen – ein Meilenstein (jedoch nur auf den Spielfeldern). Die Eröffnungsfeier findet nicht in einem Stadion statt, sondern am Ufer der berühmten Seine. Etwa 10.000 Athlet*innen werden in 91 Booten zu einer sechs Kilometer langen Parade auf dem Wasser starten, umso dem Fluss in Paris eine Hauptrolle zuzuschreiben (vgl. Borutta, 2023). Paris hat Vorbereitungen getroffen, damit möglichst viele Menschen an der Eröffnungsfeier teilnehmen können, ein positiver Schritt, um die Inklusivität der Spiele zu erhöhen. Die Bemühungen von Präsident Emmanuel Macron, die Veranstaltung zu einem Volksfest zu machen, werden jedoch durch den hohen Preis der Eintrittskarten und zunehmenden (erheblicher) Sicherheitsbedenken behindert (siehe unten). Die Karten für die Eröffnungsfeier kosten zwischen 90 und 2.700 Euro und für die meisten Aktivitäten werden Hunderte von Euro verlangt. Dies könnte für die Franzosen ein legitimer Grund sein, ihre Unzufriedenheit zu äußern (vgl. Urvoy, 2024). Gleichzeitig erleichtern die neuen Strukturen der Eröffnungsfeier jegliche Art von Protest.   

Wie kam es zu dem nun geplanten Vorgehen? Die Seine fließt auf einer Länge von etwa 13 Kilometern durch das Herz der französischen Hauptstadt und hat 37 Brücken. Das Schwimmen in der Seine ist seit Jahrzehnten (1923) verboten, da sie stark verunreinigt ist.  Im Jahr 2017 erhielt Paris den Zuschlag für die Ausrichtung der Olympischen Spiele. Daraufhin startete die Stadt eine Initiative, um die Seine zu reinigen und für Freizeitaktivitäten und Wettkämpfe während der Spiele nutzbar zu machen. Es erinnert an die ersten Olympischen Spiele 1900, als die Athleten auch in der Seine schwammen (vgl. Belz, 2023) und ist eine Parallele zu den Versprechen in Rio und der Guanabara Bay. Bis 2024 planen sowohl Emmanuel Macron als auch Bürgermeisterin Anne Hidalgo selbst in der Seine zu schwimmen. Stadt und Land investieren eine Milliardensumme in die Verwirklichung dieses Vorhabens. Auch Jacques Chirac als damaliger Bürgermeister von Paris, versprach 1993 innerhalb von drei Jahren in der Seine zu schwimmen. Allerdings stellte sich schnell heraus, dass die Säuberung des Flusses Jahrzehnte dauern würde. Chirac löste sein Versprechen nie ein (vgl. Tagesspiegel, 2023; FAZ / SID, 2024). Im Juli 2024 unternahm Bürgermeisterin Hidalgo einen öffentlichkeitswirksamen Badeausflug in die Seine, wobei sich die meteorologischen Voraussetzungen als günstig erwiesen. Die Seine kann bei günstiger Witterung grundsätzlich als Badestelle genutzt werden. Vor dem Hintergrund von Starkregenereignissen kann ein potenziell erhöhtes Gesundheitsrisiko (durch Kolibakterien) jedoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Insofern besitzt der Badeausflug der Bürgermeisterin lediglich eine begrenzte Aussagekraft. 

Das Hauptproblem ist die verbesserungsbedürftige Abwasserinfrastruktur der Stadt, die täglich rund 6,5 Millionen Kubikmeter Abwasser produziert. Das entspricht ca. 75 olympischen Schwimmbecken pro Stunde. Die Sanierung dieses Systems ist ein großes Unterfangen.  

Im 19. Jahrhundert wurde das Abwasser in Paris gesammelt und auf den Feldern der Bauern als Dünger entsorgt. Jede Wohnung hatte einen unterirdischen Sammelbehälter für Fäkalien, die zu organischem Dünger verarbeitet und auf den Feldern ausgebracht wurden. Der Anstieg der zu entsorgenden Abfallmengen resultierte aus der zunehmenden Verbreitung von Pferden auf den Straßen der Stadt. Gegen Ende des Jahrhunderts wurde eine unterirdische Kanalisation gebaut, um die Abwässer der öffentlichen Straßen und Wohngebäude zu entsorgen. Die Mischwasserkanalisation ersetzte die frühere Methode, bei der alle Abwässer in einem Kanal gesammelt wurden (vgl. Gottschalk, 2004, 2-4).  

Um dem Abwasserproblem weiter entgegenzuwirken, wurde die Kläranlage Acheres gebaut. Diese ist heute die größte europäische und nach Chicago die zweitgrößte der Welt (vgl. Gottschalk, 2004, 5; Structurae, 2024). 

Mit der Entwicklung eines neuen Konzepts wurde auch aufgrund der steigenden Bevölkerung in der Metropole eine neue Aufbereitungsanlage geschaffen. Doch auch dieses Pariser System hat große Mängel. Bei Starkregen ist die Kläranlage den Wassermassen nicht gewachsen, da sie nicht genügend Wasser aufnehmen kann. Wenn alle Kanäle voll sind, fließt das Abwasser in die Seine.    

Der aktuelle Plan der Stadt sieht vor, Niederschläge durch den Einsatz von Rückhaltebecken aufzufangen. Diese können ein Volumen von 50.000 Kubikmetern aufnehmen und stellen somit eine Speicherkapazität von ca. 20 olympischen Schwimmbecken bereit (vgl. Rau, Casjens, 2024). Es kann jedoch vorkommen, dass auch diese Becken nicht alle Niederschläge aufnehmen können und daher überlaufen. Gelegentlich ist die Seine so verschmutzt, dass sie für sportliche Aktivitäten oder zum Schwimmen ungeeignet ist. Im Sommer 2023 wurden aufgrund starker Regenfälle in Paris einige olympische Testveranstaltungen abgesagt (vgl. Süddeutsche Zeitung, 2023). Es ist wenig wahrscheinlich, dass die Stadt Paris das Problem vor den Olympischen Spielen in Gänze wird lösen können, auch wenn dies durch den Badeausflug von Hidalgo suggeriert werden soll. Dies ist besorgniserregend, da olympische Wettkämpfe wie der Schwimmmarathon, die Schwimmetappe des Triathlons sowie der Paratriathlon in der Seine vorgesehen sind. Ist die Gesundheit der Athlet*innen gefährdet? 

Missbrauch im Sport – Das Schweigegelübde des Sports und seine Folgen

(AUSZUG)

Im deutschen Sport ist Missbrauch und sexualisierte Gewalt in der Öffentlichkeit eine Randerscheinung. Aktuell kommen jedoch immer neue besorgniserregende Details in verschiedenen Sportarten ans Licht. Ein über den gesamten Sport gewachsenes Missbrauchssystem, erstarkt durch die eigenen Organisationsstrukturen und die bisher zugesicherte Autonomie, bestätigt ein flächendeckendes Problem. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Safe Sport Studie der Sporthochschule Köln aus dem Jahr 2016 (siehe hier), und dies wird aktuell untermauert durch Fälle bei den Turnerinnen (psychische Gewalt, mentale Misshandlung), Boxerinnen (sexueller Missbrauch, mutmaßliche Vergewaltigung) und Segler*innen (Jugendliche, über mehrere Jahrzehnte sexuelle Gewalt). Die nun bekannten Fälle sind lediglich die Spitze des Eisberges. Der Spitzensport und auch Breitensport sind durchseucht von sexualisierter, psychischer und körperlicher Gewalt. Doch wie konnte es dazu kommen? Wer ist dafür verantwortlich? 

Missbrauch und sexuelle Gewalt können sich ausbreiten, wenn Institutionen (Verbände und Vereine) mit unzureichenden Präventionsstrukturen ausgestattet sind und die Athlet*innen am unteren Ende der Talentpyramide nur wenige Ressourcen haben, leicht austauschbar sind oder in das vorzeitige Karriereende geschickt werden können. Noch extremer ist das Ergebnis, wenn die Systemstrukturen sexualisiert sind und von Männern dominiert werden. Deutsche Universitäten, die Bundeswehr, die katholische Kirche und der Sport sind beste Beispiele, oft ausschließlich von Männern in den oberen Positionen beherrscht.  

Ein “unsichtbares” System der Belästigung und des Missbrauchs wie im deutschen Spitzensport ist nur umsetzbar durch die stille Komplizenschaft vieler.

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Knien, lange Hosen, Regenbogenbinde – Mut gehört dazu (DLF)

Von Matthias Friebe (DLF)

https://srv.deutschlandradio.de/dlf-audiothek-audio-teilen.3265.de.html?mdm:audio_id=945507

Die Meinungsfreiheit von Athlet*innen

Politisch bewusste Athlet*innen können die Doppelmoral und das merkwürdige Demokratieverständnis des IOC nur schwer akzeptieren. Athlet*innen stellen vermehrt den Verband in Frage, was wenig überraschend ist und eher eine logische Konsequenz des widersprüchlichen Verhaltens des IOC.   

Meinungen von Athlet*innen sind wie die der Bürger Tatsachenbehauptungen oder Werturteile, die begründet oder unbedacht getätigt werden, konstruktiv oder destruktiv sind, erhellend oder sinnfrei erscheinen. Sie sorgen im Sport und durch den Sport für Aufsehen. Eine öffentliche Auseinandersetzung mit den angesprochenen Themen kann hilfreich sein, um problematischen und kontroversen Aspekten Aufmerksamkeit zu geben. Diesem positiven Effekt des Sports sollte auch das IOC Anerkennung schenken. Ein/e Athlet*in begibt sich mit einem Werteurteil in die Öffentlichkeit und muss sich auch möglicher Konsequenzen bewusst sein. Nicht jede Meinungsäußerung in der Öffentlichkeit wird von dieser auch gefeiert oder gelobt, es kann auch zu Gegenreaktionen kommen, scharfe Kritik hervorrufen. Athlet*innen, die sich öffentlich äußern, müssen mit Gegenrede rechnen. Auch für sie gilt, dass die Meinungsfreiheit zwar ein elementares Grundrecht und Schutzrecht der Bürger*innen gegenüber dem Staat ist, jedoch schützt es nicht vor Widerspruch. Besonders die sozialen Medien erlauben heutzutage den Zuschauern eine mikroskopische Beobachtung der Athlet*innen.  

Dem Prinzip der freien Meinungsäußerung muss sich auch der global agierende Weltverband des Sports stellen. Das IOC will mit seinen Wettkämpfen Menschen friedlich zusammenbringen und die Kommunikation zwischen den Nationen stärken; wie kann es sich gleichzeitig seiner Verantwortung hinsichtlich dieser Werte entziehen? Diskriminierende politische Äußerungen jeglicher Art, Populismus oder Propaganda gehören in diesem Zusammenhang zu den Gefahren von Freiheit und Demokratie und sind abzulehnen. Es obliegt aber nicht dem IOC das Grundrecht der freien Meinungsäußerung grundsätzlich aufgrund der Durchsetzung einer höheren bzw. „besseren“ Moral des Sports einzuschränken, denn diese ist eine akzeptierte Norm in Demokratien. 

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Abolish Rule 50 (part 1)

Abolish Rule 50

Abolish Rule 50.2 (Part 1 of the the Rule 50 series on http://www.derballluegtnicht.com)

In 2019, athlete protests brought attention to another polarizing issue about the Olympic Charter. Protests such as those by U.S. athletes Race Imboden and Gwen Berry, who showed solidarity with Colin Kaepernick’s and John Carlos/Tommie Smith’s political protests against racism and police violence at the 2019 Pan American Games in Lima, illustrate that the Olympic movement is internally divided on how to deal with political statements and actions.
The two athletes’ protests against racism and demands for social justice were timely, as there was a mass shooting at a Walmart in El Paso, Texas during the Pan Am Championships that killed twenty-three people, mostly Latinos.
Moreover, the two were protesting at a time when the U.S. was experiencing a rise in racist and xenophobic attacks and unchecked rhetoric that reached the highest levels of institutional power, the president of the United States. Following their protests, both athletes faced significant criticism from their governing body (see Draves, 2021). Athletically, they were placed on probation for one year after the competitions, a unique occurrence.

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Die Regel 50 – Ein heißer Sommer für das IOC? (Teil 2)

(Auszug)

Die kontroverse Diskussion zur Regel 50.2 der Olympischen Charta und die Entscheidung, die Regel zu erhalten, legen die Verlogenheit des IOC offen. Ein veraltetes Sportsystem schränkt über eine Regel die Rechte der Athlet*innen auf freie Meinungsäußerung ein, erkennt damit Grundrechte nicht an und unterdrückt sie. 

Bürgern, ob in Deutschland oder den USA, wird das Grundrecht der freien Meinungsäußerung zugesprochen, doch während der größten sportlichen Wettkämpfe weltweit, wird den gleichen Bürgern, nur diesmal in der Funktion der Athlet*innen unterwegs, dieses Recht durch den global mächtigsten und machtversessenen Verband IOC abgesprochen. Dem Verband kann eine Freiheits- und Demokratieverdrossenheit vorgeworfen werden. Wie ist dies innerhalb der weltweiten Staatengemeinschaft möglich? 

Das IOC ist nicht gegen Politik, sondern steht für eine bestimmte Art der Politik. Gesellschaftliche und soziale Kritik sind nicht erwünscht. Das IOC hat Probleme mit Protesten, die gesellschaftliche Ungleichgewichte und die Unterdrückung von Minderheiten anprangern. Sobald es zum Beispiel um das Thema Rassismus geht oder die Unterdrückung einzelner Bevölkerungsgruppen, will das IOC nicht Teil dieser Diskussionen sein. Der Status Quo und die Vorherrschaft der weißen Männer hat Vorrang (vgl. Boykoff, 2020).  

Erschreckend ist dabei, dass das IOC und die IOC-Athletenkommission trotz der vielen Gegenargumente an dem Verbot der freien Meinungsäußerung festhalten wollen. Damit widersprechen sie auch den Empfehlungen der eigens in Auftrag gegebenen Kommission zur Achtung der Menschenrechte im IOC.  Der Bericht fordert den Dachverband auf, die formulierten Vorschläge zu implementieren (siehe oben).  

Stattdessen erhebt sich das IOC mit dem weiterhin geltenden Verbot politischer Statements wie z.B. dem Tragen der Phrase „Black Lives Matter“, dem Hinknien oder gestreckten Faust, über alle demokratischen Instanzen. Zwar sind Rede- und Meinungsfreiheit bis heute keine absoluten Rechte, aber es nicht Aufgabe eines Verbandes, die Menschenrechte von Athlet*innen aus aller Welt zu definieren bzw. einzuschränken. Keine Umfrage kann dies rechtfertigen (vgl. EU Athletes, 2020). 

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Die Regel 50 und die Entmythisierung des apolitischen Sports (Teil 1)

In 2019 machten Athletenproteste auf ein weiteres polarisierendes Thema zur olympischen Charta aufmerksam. Proteste wie die der US-Amerikaner*innen Race Imboden und Gwen Berry, die sich bei den Pan Amerika Spielen 2019 in Lima mit den politischen Protesten Colin Kaepernicks und John Carlos/ Tommie Smith gegen Rassismus und Polizeigewalt solidarisierten, verdeutlichen, dass sich die olympische Bewegung intern uneins ist, wie mit politischen Äußerungen und Aktionen umgegangen werden soll.   

Was war der Hintergrund? Die Regel 50.2 verbietet Athlet*innen politische Statements abzugeben bzw. während der Olympischen Spiele zu protestieren. Die Regel lautet: „No kind of demonstration or political, religious or racial propaganda is permitted in any Olympic sites, venues or other areas“ (IOC, 2019). Die Regel zielt darauf ab, Politik aus den Olympischen Spielen herauszuhalten und sie zu einer reinen Sportveranstaltung zu machen, was jedoch bisher nie gelang.

Sollte politischer Protest bei Olympischen Spielen verboten bleiben? Ist es sinnvoll aus Sicht der Sportorganisationen grundlegende Rechte der Athlet*innen für eine bestimmte Zeit zu beschneiden? Kann man die freie Meinungsäußerung, ein Grundrecht in Demokratien, begrenzen, nur weil die Olympischen Spiele und das IOC historisch durch ihre Vorgaben und Traditionen als apolitisch gelten? 

In seiner Neujahrsansprache 2020 wies IOC-Präsident Bach darauf hin, dass das IOC keine politischen Äußerungen und Aktionen bei den Olympischen Spielen in Tokio dulden würde. Er begründete die Vorgabe mit dem Schutz der Olympischen Spiele und der politischen Neutralität der Olympischen Idee (vgl. Bach, 2020). Diese Einschränkungen gelten jedoch nur für Athlet*innen und nicht für die Gastgebernationen (siehe unten). Ein Widerspruch! Im Sommer 2020 kam es zu umfassenden Black Lives Matter Protesten. Grund waren die Tötung schwarzer US-Bürger*innen durch Polizeibeamte sowie Polizeigewalt und Rassismus. Viele Sportler*innen weltweit beteiligten sich an diesen Protesten und rückten das Thema der freien Meinungsäußerung auch im Spitzensportsystem in den Fokus. 

Sport und Politik zu trennen, wie die Charta und Bach formulieren, war und ist eine utopische Idee des IOC und hat mit der Realität wenig zu tun. Historische und aktuelle Beispiele belegen dies. Auch eine Vorgabe wie die Regel 50 der Olympischen Charta wird da nichts Grundlegendes ändern.  

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Der US-Collegesport vor dem Umbruch?

Stanford wird am Ende des akademischen Jahres 2020-21 folgende 11 Leistungssportprogramme einstellen: Fechten für Männer und Frauen, Feldhockey, Rudern für Männer, Segeln, Squash, Synchronschwimmen, Volleyball für Männer und Ringen. Weitere Collegeprogramme ziehen aktuell nach bzw. denken über weitere Kürzungen nach. Was dies für den globalen olympischen Sport bedeutet wird im aktuellen Spiegel erläutert. Unter anderem mit der ball lügt nicht. Jetzt am Kiosk oder online erhältlich.